Ausbau von Gemeinschaftseinrichtungen

Spiel- und Sportplätze, Grillhütten und Pavillons sind Orte an denen das Leben unserer Dorfgemeinschaft entsteht.
In ganz Birstein gibt es Dorfgemeinschafts- bzw. Bürgerhäuser, Sportler- und Vereinsheime.
Sie sind Teil unserer Heimat, unser Geld ist hier sehr gut investiert.

Alle Gebäude und Plätze wurden mit Hilfe von Bürgern und Vereinen mit Unterstützung der Gemeinde gebaut und aus Steuermitteln bezahlt.
Öffentliche Fördermittel unterstützen uns dabei und helfen, die Finanzierungskosten zu begrenzen.

Auch in Zukunft werden große und kleine Investitionen in den Erhalt und die Ausstattung aller Projekte zu finanzieren sein. Als Beispiel seien hier freies Wlan, Defibrillatoren oder Heizungserneuerungen genannt.

Die Erfordernisse und Wünsche müssen erkannt, unvoreingenommen im Austausch mit den Vereinen besprochen und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten umgesetzt werden.
Wir setzten und dafür ein, dass Notwendige und das Wünschenswerte zu unterscheiden und
die beste Reihenfolge zur Umsetzung zu finden.

Die Nutzung der DGH- und Bürgerhäuser muss für Birsteiner Bürger und Vereine ohne große Kosten ermöglicht werden. Daher unterstützen wir die kostenlose Nutzung durch die Birsteiner Vereine und die reduzierten Mietpreise für private Feiern

Solide Finanzwirtschaft

Wir stehen für eine solide Haushaltspolitik.


Ehrlicher Weise konnten wir dieses Thema in dieser Legislaturperiode in der Gemeindevertretung nicht so konsequent platzieren, wie es eigentlich in unserer DNA steckt.


Wir haben mit Bürgerzentrum Birstein und dem Freizeitbad für zwei entscheidende Großprojekte gestimmt, weil beide Einrichtungen für uns wichtige Einrichtungen der Gemeinde sind. Aber auch hier wären wir gerne alternative Wege gegangen, die unseren Finanzrahmen weniger belastet hätten.
Die Fülle aller anstehenden Projekte erfordert es, Projekte nicht zu verhindern, sondern auf der Kostenseite so umzusetzen, dass wir sparsam wirtschaften.


Die Einnahmen aus der Windkraft sind längst für Mehrkosten in der Kinderbetreuung aufgegangen, soweit diese überhaupt schon geflossen sind.


Schon stehen mit der Kläranlage Oberes Salztal und der Überprüfung und Sanierung der Kanalnetze weitere Ausgaben in Millionenhöhe an.
Hinzu kommt die Sanierung der Kläranlage Wächtersbach. Im Raum stehen hier Kosten von über 30mio. Euro. Anteil der Gemeinde Birstein an diesen Kosten ca. 8mio. Euro.


Und dabei wollen wir die Planung zur Feuerwehr mit den u.a. angedachten Stützpunkten in Obersotzbach und Wüstwilllenroth nicht vergessen. Auch hierbei reden wir von Millionenprojekten.


Dazwischen werden uns immer wieder auch gesetzliche Überregulierungen einholen, die weitere Investitionen erfordern.


Das verpflichtet uns geradezu, in allen Bereichen sparsam zu agieren und jede Investition sorgfältig vorzubereiten. Leider werden diese Bemühungen durch die Förderrichtlinien der Dorfentwicklung und anderer Programme regelmäßig zunichte gemacht, da diese nicht nur fördern, sondern auch zusätzliche Kosten verursachen.


Wenn es uns als Gemeinde nicht gelingt, finanzielle Spielräume zu behalten, dann wird die Kommunalaufsicht das Heft des Handelns für uns übernehmen. Das Ergebnis werden Steuererhöhungen sein, die für eine nachhaltige Verbesserung der finanziellen Situation der Gemeinde sorgen werden.

Verbesserung der Kindergartenbetreuung

An den Bedarfen orientiert haben wir an der Weiterentwicklung und Anpassung von Kindergartenplätzen mitgearbeitet. Wir haben den Ankauf des Nachbargrundstückes am Kindergarten in Lichenroth unterstützt, um hier den Aussenbereich attraktiver machen zu können. Leider hat sich auf diesem Gelände bislang nicht allzuviel getan.


Gerne hätten wir auch die geschlossene Hochebene im Kindergarten Lichenroth wieder aktiviert. Schon eine Initiative unserer Fraktion zur Besichtigung und Aufklärung der Thematik wurde von Bürgermeister Fehl ausgebremst. Für uns völlig unverständlich.


Zuletzt wurde mit Mitteln der Gemeinde ein Kindergartenwagen für einen privaten Anbieter von Kinderbetreuung angeschafft. Dieser steht seit geraumer Zeit am Ortseingang von Kirchbracht und wartet geduldig auf seine Inbetriebnahme. Warum diese Anschaffung getätigt wurde und ob tatsächliche Bedarfe an Kindergartenplätzen dagegenstehen, hat der Bürgermeister auf unsere kritische Rückfrage hin nicht eindeutig belegt. Jedenfalls wurden wir Anfang letzten Jahres informiert und es wurde festgestellt, dass keine weiteren Kindergartenplätze zu organisieren sind. Kurze Zeit später gibt es den plötzlichen Bedarf eines privaten Trägers, es wird ein mehrheitlicher Beschluss herbeigeführt und der Wagen angeschafft.


Es muss klar sein, dass wir nicht für jedes Kind den Wunschplatz organisieren können. In Fällen in denen die Kapazitäten ausgeschöpft sind, sind dann auch Kindergartenplätze in anderen Einrichtungen der Gemeinde zu akzeptieren.


Schließlich hat sich das Defizit in den vergangenen Jahren im Kindergartenbereich stetig vergrößert. Von einer Kostendeckung bei den Kindergartengebühren sind wir sehr weit entfernt. Umso wichtiger ist hier, diesen Bereich auch im Hinblick auf die Kosten im Auge zu behalten und nur dann weitere Kapazitäten zu entwickeln, wenn dies unbedingt notwendig ist.

Förderung von Kultur und Tourismus

Um die kulturelle Vielfalt und touristische Attraktivität Birsteins nachhaltig zu fördern, braucht es eine klare, lokal verankerte Strategie, die auf Zusammenarbeit, Authentizität und Sichtbarkeit setzt:

1. Lokale Identität sichtbar machen: Birstein besitzt ein reiches kulturelles Erbe und eine beeindruckende Naturlandschaft. Diese sollen durch gezielte Veranstaltungen, thematische Führungen und kreative Formate wie „Kulturspaziergänge“ oder „Offene Höfe“ stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

2. Kooperation mit Vereinen und Gastgebern stärken: Die Einbindung von Kulturvereinen, Gastronomie, Beherbergungsbetrieben und regionalen Produzenten schafft Synergien und fördert ein lebendiges Netzwerk, das Besucher willkommen heißt und zum Wiederkommen einlädt.

3. Digitale und visuelle Präsenz ausbauen: Ein moderner, emotional ansprechender Webauftritt sowie CI-konforme Flyer, Kalender und Social-Media-Inhalte mit authentischen Bildern aus Birstein erhöhen die Reichweite und machen Angebote leicht zugänglich – auch für jüngere Zielgruppen.

4. Fördermittel gezielt nutzen: Durch kluge Antragstellung und transparente Projektplanung können Landes- und Bundesmittel für Kultur und Tourismus erschlossen werden – etwa für barrierefreie Infrastruktur, kulturelle Bildungsangebote oder nachhaltige Tourismuskonzepte.

Förderung der ehrenamtlichen Vereinsarbeit

Das Ehrenamt war Thema beim Neujahrsempfang der DRK Ortsvereinigung Birstein Brachttal Anfang diesen Jahres (2026). Von Dr. Rolf Müller wurden Daten und Fakten zum Thema zusammengetragen. Diese zeigen den Wert, die Wirkung und den wirtschaftlichen Wert auf. Ehrenamtliche Tätigkeit verhindert die Vereinsamung von Menschen. Nähme man das Ehrenamt weg, müsste der Staat viele dieser Aufgaben übernehmen. Aufgrund der Kosten von geschätzten 80mrd.Euro könnte der Staat das in der jetzigen Form überhaupt nicht leisten. Die Folge wäre eine Ausdünnung der Leistung und dazu eine vollständige Regulierung. Gerade hierin liegt der Freiraum für das Ehrenamt, viele Leistungen selber zu gestalten, zu organisieren und Dinge genau so zu machen wie man sich das vorstellt.
Ehrenamt ist damit ein Stück weit auch Demokratie.
Vor diesem Hintergrund wird einmal mehr deutlich, wie wichtig das Ehrenamt in Birstein ist.
Wir, die FBG werden das Ehrenamt weiterhin unterstützen.
Zuletzt haben wir die Freistellung der Vereine von Benutzungsgebühren für DGHs samt Nebenkosten und Festplätze mit der Gemeindevertretung auf den Weg gebracht.

Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in der Gemeinde Birstein

Wir unterstützen im Rahmen unserer Möglichkeiten und damit den Möglichkeiten der Gemeinde die Stärkung Birsteins als Gesundheitsstandort.
In 2024 hat die Gemeindevertretung beschlossen, Praxisräume in einem noch zu erstellenden Gebäude eines privaten Investors langfristig anzumieten und diese an einen MVZ-Betreiber unterzuvermieten. Die Modalitäten dieses Geschäftes haben in Teilen unserer Fraktion Unmut hervorgerufen.

Siehe hierzu auch – Presseartikel – Die Freie Bürgergemeinschaft Birstein (FBG) bezieht Stellung zu einem nicht unumstrittenen Verfahren.


Es bleibt der Gemeinde und damit uns Bürgern zu wünschen, dass Ende 2026 alle Annahmen zum Ziel führen und ein Praxisbetrieb in der Steinauer Straße in Birstein aufgenommen wird. Andernfalls wird das Risiko schlagend, das eine Mehrheit der Gemeindevertreter offensichtlich für nicht so relevant gehalten hat.
Wir haben als Freie Bürgergemeinschaft unsere Kritik am Verfahren kundgetan. Gleichwohl haben wir als Teil des Kommunalparlaments das Vorgehen abgesegnet.


Daneben sind wir in Birstein mit der Rettungswache des DRK bestens für den medizinischen Notfall versorgt. Unser Dank gilt hier den Machern und dem unermüdlichen Einsatz der DRK Ortsvereinigung Birstein Brachttal. Mit dem Altenhilfezentrum am Rosengarten werden Heimplätze und betreutes Wohnen angeboten. Ferner gibt es mehrere Unternehmen im Bereich der ambulanten Pflege. Allen hier tätigen Personen und auch den praktizierenden Ärzten in unserer Gemeinde gilt unser Dank!

Stärkere Gewichtung der Interessen benachteiligter Personengruppen

Alle Menschen sind unterschiedlich. Aber „es ist normal verschieden zu sein“,  wie es der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker einmal formulierte. Alle sind wir mit Talenten und Fähigkeiten ausgestattet, aber auch mit Begrenzungen und Handicaps. Manche Menschen haben erhebliche oder dauerhafte körperliche Beeinträchtigungen oder Sinnesbeeinträchtigungen.

Diesen Menschen wollen wir zukünftig mehr Gehör geben. So soll unsere Gemeindeverwaltung auch für diese Menschen eine verlässliche Anlaufstelle sein, in der sie Beratung und Hilfestellung erfahren. In der ihnen der Weg zu Fachbehörden geöffnet wird.

Auch möchten wir, dass bei zukünftigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen an kommunalen Einrichtungen den Bedürfnissen dieser Menschen (Stichwort: Barrierefreiheit) mehr Rechnung getragen wird.

Schlussendlich hat auch die Einrichtung eines entsprechenden Beirates, als Ansprechpartner für die Menschen vor Ort und als beratendes und verbindendes Glied hin zur Gemeindeverwaltung und den politischen Gremien, einen gewissen Charme für die Freie Bürgergemeinschaft.

Bessere ÖPNV-Anbindung unserer einzelnen Ortsteile

Mobilität ist im ländlichen Raum ein herausforderndes Thema. Mit der Umstellung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 haben wir im Bereich der Schülerbeförderung eine Schlechterstellung erfahren, die nur mit viel Mühe und Anstrengungen von privaten und politischen Akteuren korrigiert werden konnte.


Eine Verbesserung der derzeitigen Situation wäre mit dem Fahrdienst Carlos möglich, muss aber aufgrund der Ausgestaltung dieser Serviceleistung von der Gemeinde mit rund 100.000,– Euro pro Jahr bezuschusst werden. Dann wären Fahrten auch in benachbarte Kreise möglich und der Zugang zu Fahrtzielen wie Ärzten, Physiotherapeuten und anderen Anlässen außerhalb unseres Gemeindegebietes möglich.


Die KVG hat im Januar in der 2026 Gemeinde ein Pilotprojekt vorgestellt, dass diese kreisübergreifenden Fahrten ebenfalls nicht bieten kann, aber insgesamt gleichwohl eine Verbesserung der Anbindung der Ortsteile schafft, die nicht direkt an der B276 liegen. Hier kann schon zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2026 eine deutliche Verbesserung erzielt werden. Die FBG wird sich hierfür einsetzen.


In der kommenden Legislatur werden wir uns erneut mit dem Thema Bürgerbus beschäftigen und diesen für den ursprünglich verfolgten Zweck in Einsatz zu bringen.